BUGA – immer wieder anders

Foto: igs 2013. – Moderne Architektur, die sich in die Landschaft einfügt: Der Hallenkomplex und das Hotel für die IGS 2013.
BUGA – immer wieder anders
Ausblick auf die kommenden Gartenschauen
Während sich die aktuelle Bundesgartenschau (BUGA) in Schwerin ihrer Halbzeit nähert, werden in den nächsten Ausrichterstädten schon die Gartenschauen der kommenden Jahre vorbereitet. In Koblenz zählt man bereits die Tage bis zur Eröffnung der BUGA 2011, und in Hamburg sind die Arbeiten für die Internationale Gartenschau (IGS) 2013 auch schon in vollem Gange. Im Havelland treten die BUGA-Planer sechs Jahre vor Eröffnung der Gartenschau in die konkrete Phase ein, und sogar in Heilbronn werden weitreichende Entscheidungen für das Jahr 2019 getroffen…
BUGA mit Sehenswürdigkeiten
Am 15. April 2011 wird in Koblenz die nächste Bundesgartenschau eröffnet. Bis dahin wird noch viel Wasser aus Rhein und Mosel am Deutschen Eck zusammenfließen, aber wenn ein Großereignis wie die BUGA zu organisieren ist, gehen die nur noch knapp 600 Tage bis zur Eröffnung schnell vorbei – zumal sich Planer und Organisatoren Großes vorgenommen haben. Schon der Slogan der BUGA 2011 “Koblenz verwandelt” verspricht den Besuchern eine unvergessliche Gartenschau. Die Kernbereiche der BUGA werden Orte sein, die den Koblenz-Touristen bereits bestens bekannt sind: Das Kurfürstliche Schloss, das Deutsche Eck und die Festung Ehrenbreitstein. Allerdings werden diese Sehenswürdigkeiten zur BUGA in neuem Glanz erscheinen – eben “verwandelt”. So wird zum Beispiel der Parkplatz vor dem Schloss einem Bürgerpark mit weitläufigen Beeten weichen. Die Autos können dann in einer neuen Tiefgarage abgestellt werden. Weiterhin wird hinter dem Schloss ein eindrucksvoller Terrassengarten in Anlehnung an die Entwürfe des preußischen Gartenbaumeisters Peter Joseph Lenné entstehen. Am weltbekannten Deutschen Eck wird hinter dem Reiterstandbild eine Piazza zum Verweilen bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein einladen. Außerdem soll der hier bereits bepflanzte Blumenhof den Besuchern Ruhe und Besinnung bieten. Junge BUGA-Besucher werden hingegen viel Spaß auf dem Wasserspielplatz und der Skateranlage erleben. Am Deutschen Eck befindet sich dann auch eine große Attraktion der Bundesgartenschau: Die Talstation der Seilbahn, mit der die Besucher auf die andere Rheinseite zur Festung Ehrenbreitstein, und damit in den dritten Kernbereich der BUGA, gelangen. Der Fahrpreis dafür ist bereits im Eintrittsgeld zur BUGA enthalten. Dieses Highlight bleibt der Stadt Koblenz nach der BUGA für weitere zwei Jahre als Besuchermagnet erhalten. Die Festung Ehrenbreitstein bildet zugleich den größten Teil der Gartenschau und bietet den Besuchern neben einem atemberaubenden Ausblick auf das unter dem Schutz der UNESCO stehende “Obere Mittelrheintal” auch die Aussicht aus der Vogelperspektive auf den Zusammenfluss von Rhein und Mosel am Deutschen Eck. Rund um die Ehrenbreitstein entsteht zurzeit ein neuer Landschaftspark. In diesem Park finden die Besucher auch die Ausstellungshallen sowie die große Festbühne der BUGA 2011. Bevor in der Stadt Koblenz die Entscheidung getroffen wurde, sich für die Bundesgartenschau zu bewerben, haben sich die Stadtväter über andere BUGA-Städte informiert. Ihr Resümee war, dass alle Städte, die bisher eine Bundesgartenschau ausgerichtet haben, davon profitieren konnten – und zwar vor, während und nach der BUGA.
Gartenschau als Weltreise
Auf den nachhaltigen Effekt einer Bundesgartenschau setzt man auch in Hamburg mit der IGS 2013. Dort entsteht zurzeit eine völlig andere Gartenschau, aber genau das ist es ja, was eine Gartenschau immer wieder neu und interessant macht: Jede ist anders und in ihrem Konzept einzigartig. Das Hamburger Konzept sieht vor, auf der Elbinsel Wilhelmsburg den Stadtpark des 21. Jahrhunderts zu erschaffen. Die für die Hansestadt typische und attraktive Verbindung von Wasser und Grün wird auch bei der IGS 2013 eine wichtige Rolle spielen. Die Landschaftsbauarbeiten haben vor etwa vier Wochen im westlichen Teil des IGS-Geländes mit der Anlage von Wegen, Plätzen und Rasenflächen begonnen. Bis zum Jahresende sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Im Frühling 2010 werden die Vorbereitungen mit dem Pflanzen von Sträuchern und Stauden fortgesetzt. Das Motto der Internationalen Gartenschau lautet “In 80 Gärten um die Welt”, und tatsächlich nehmen die IGS-Planer die Besucher mit auf eine kleine Weltreise. Gärten mit Namen wie etwa “Welt der Kontinente”, “Welt der Kulturen”, “Park der Vereinten Nationen” oder “Welt der Religionen” versprechen eine sehr vielseitige und interessante Gartenschau. Dazu IGS-Geschäftsführer Heiner Baumgarten: „Das Motto reflektiert die ausgeprägte Internationalität des Stadtteils und dessen Lage innerhalb der Stadt Hamburg und zum Hafen. Die Stichworte ‘zusammenwachsen’, ‘zusammenleben’ oder ‘Begegnungen der Kulturen’ beschreiben den Anspruch dieses Projektes für die Entwicklung neuer, interkultureller Stadtgesellschaften.” Parallel zur IGS findet die Internationale Bauausstellung IBA statt. Dort können die Besucher sehen, wie sich Stadtplaner und Architekten das Wohnen in der Zukunft vorstellen. Dazu gehören unter anderem ein energiegewinnendes Verwaltungsgebäude mit der größten Sonnenkollektorenfläche Europas sowie die “Neue Mitte Wilhelmsburg”, einem Areal für Wohnbebauung, Freizeitflächen und Shoppingzonen.
Grüne Kulturgeschichte
Im Havelland, wo die BUGA 2015 stattfinden wird, wurde Ende Mai 2009 der Durchführungsvertrag zwischen der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) und den Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Amtsdirektoren der ausrichtenden Städte und Gemeinden unterzeichnet. Damit wurde der Startschuss für die aktive Phase der BUGA 2015 gegeben. Als erstes sichtbares Zeichen dafür, dass nun bald die Landschaftsbauarbeiten beginnen werden, wurden fünf große Bäume in Kübel gepflanzt. Sie stehen symbolisch für die fünf Kommunen, die gemeinsam die Bundesgartenschau veranstalten: Stadt Brandenburg an der Havel, Hansestadt Havelberg, Amt Rhinow, Stadt Rathenow und Stadt Premnitz. Das Motto der Gartenschau “Von Dom zu Dom – Das blaue Band an der Havel” muss wörtlich genommen werden. Insgesamt wird sich das BUGA-Gelände entlang der Havel auf einer Länge von rund 75 Kilometern erstrecken. Damit ist die BUGA 2015 ein absolutes Novum und stellt die Veranstalter vor große logistische Herausforderungen. Anfangs- bzw. Endpunkt der BUGA-Route bilden die Dome in den Städten Havelberg und Brandenburg an der Havel. Die Bundesgartenschau 2015 wird damit nicht nur die bisher flächenmäßig größte BUGA sein, sie wird zugleich eine Reise durch die Kulturgeschichte dieser Region bieten.
Wohnen am Wasser
In Heilbronn steht dagegen wieder das Thema zivile Konversion im Vordergrund. Eine ehemalige Gewerbefläche und ein Bahngelände sollen zumindest in Teilen bis 2019 wieder bewohnbar sein. Eine gewaltige Aufgabe, die die Stadt Heilbronn aus guter Überlegung und erfolgreichen anderen Situationen der vergangenen Jahre mit der BUGA 2019 verknüpft. Seit dem Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs am 9. Juni 2009 ist das Ganze nun auf visuell erkennbar. Nicht nur die politischen Entscheider, sondern auch die Bürger der Stadt Heilbronn sind sehr angetan von den Plänen der Wettbewerbsgewinner und diskutieren eifrig das neue Stadtquartier. Zur Umsetzung wird in Kürze zusammen mit der DBG die BUGA 2019 Heilbronn GmbH gegründet.
Gartenfest und Nachhaltigkeit
Vier Gartenschauen, vier Konzepte, ein Ziel: nachhaltige Gestaltung der Stadt oder Region zur Steigerung der Lebensqualität. So wie schon die bisherigen BUGAs werden auch die kommenden Gartenschauen nicht nur ein sommerlanges Gartenfest für Gäste und Besucher sein, sondern langfristig eine ganz individuelle Maßnahme zur Städteplanung und damit zur Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation. Ungeachtet des langfristigen Erfolgs wird aber jede einzelne Gartenschau den Besuchern aller Altersgruppen während der jeweils rund sechsmonatigen Öffnungszeit viel Freude und Inspiration bieten. DBGG
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Guten Tag. Vielen Dank für den Tipp. Die Geräte gleich an Ort und Stelle a…
Ich finde zwar klassische Fachwerthäuser schöner, als dieses moderne Glasha…
Die Pflanze auf dem Bild habe ich auch. Die ist wirklich super. Ich vergess…
Wow, das ist ja total cool. Ich musste mich gestern so ärgern. Ich muss …
so lecker das bild, man könnte glatt reinbeißen! ich habe meinen garten 201…