Mit Pflanzen neu leben und einrichten

StrelitzienFoto: Blumenbüro Holland. – Strelitzien, auch Paradiesvogelblumen genannt, sind nicht nur etwas für „Paradiesvögel“, sondern für alle, die eine aufsehenerregende Pflanze im XL-Format suchen.

Wie Pflanzen und Leben/Wohnen positiv verändern können

Tanja liebt Farben, Stoffe, Texturen und Muster. Ihre Wohnung ist gespickt mit Souvenirs und liebevoll ausgesuchten Accessoires. Da sie beruflich viel auf Reisen ist, bringt Tanja immer irgendein „Schätzchen” mit nach Hause. Sie genießt es, die Dinge immer wieder nach Lust und Laune neu zu arrangieren. Dazu müssen nicht unbedingt die Möbel verrückt werden. Mit ausgewählten Pflanzen setzt Tanja lebendige, farbige Akzente im außergewöhnlichen Interieur. Ihre Tochter findet z.B. die Paradiesvogelblume so toll, weil sie in ihren Augen wie eine Ballerina aussieht. Tanja hingegen, die indische Wurzeln hat, liebt ihren „Zitronenbaum”, der sie an den Garten ihrer Großeltern erinnert. Außerdem hat sie eine Vorliebe für Medinilla, eine beeindruckende Diva unter den Pflanzen…

Von königlicher Schönheit ist Strelitzia reginae
Strelitzien, auch Paradiesvogelblumen genannt, sind nicht nur etwas für „Paradiesvögel”, sondern für alle, die eine aufsehenerregende Pflanze im XL-Format suchen. Charakteristisch ist das auf einem bis zu zwei Meter hohen Stängel sitzende kahnförmige, grün, blau und rot gefärbte Hochblatt, aus dem sich die orangefarbenen Blütenblätter wie der Federschopf eines Kranichs erheben. Die langstieligen, bananenartigen Blätter mit einer ledrigen Oberfläche stehen dicht an dicht.

Der Wasserbedarf der Strelitzien ist stark abhängig von der Anzahl der Blätter und als recht hoch zu bezeichnen, da die Blattflächen viel Wasser verdunsten. Im Winter sollte die Erde nur wenig feucht gehalten werden. Eine wöchentliche Düngergabe von April bis Oktober wird von der Pflanze mit gutem Wachstum gedankt.

Fruchtzwerg: Citrofortunella microcarpa
Während sich echte Orangen- und Zitronenbäume in unseren Breitengeraden nicht wohl fühlen, gibt es für die Zimmerkultur sehr wohl einige kleinere Vertreter, die Zitrusbäumchen. Die kleinen Früchte entwickeln sich das ganze Jahr über. Grundsätzlich brauchen alle Citrus-Arten viel Licht. In der Regel können die Pflanzen nach den letzten Spätfrösten draußen stehen. Allerdings ist dann zu beachten, dass sie für ein bis zwei Wochen an einem schattigen oder halbschattigen Standort stehen, um sich an die Außenbedingungen zu gewöhnen. Nach dieser Schonfrist vertragen Citrofortunella die pralle Sonne einwandfrei. Citrofortunella sollte hell bis sonnig stehen und regelmäßig gegossen werden. Aber Vorsicht: Die feinen Haarwurzeln sind empfindlich und mögen es nicht, wenn sie im Wasser stehen. Während der Vegetationsperiode von Frühjahr bis Herbst empfiehlt es sich, ein- bis zweimal wöchentlich zu düngen. Vor Frühjahrsbeginn darf die Pflanze beherzt in Form geschnitten werden, damit keine zu langen Triebe entstehen. Keine Angst, die Pflanze zeigt schon, wie sie es gerne hätte.

Bisschen zickig ist sie schon, die Medinilla magnifica
Medinilla ist, nun ja, eine Diva mit gewissen Starallüren. Mit ihren an langen Stielen herabhängenden, großen, rosafarbenen Blütenrispen steht ihr natürlich ein prominenter Platz in der Wohnung zu. Die faszinierende Blütenpflanze aus der Familie der Schwarzmundgewächse stammt von den Philippinen und stellt – wie manch andere Naturbegabung auch – besondere Ansprüche an das Pflegepersonal, in diesem Falle an ihren Besitzer. Die Diva verlangt nach einem hellen, aber vor direkter Sonne geschützten Standort mit viel Frischluft. Aber bitte keine Zugluft! Ab und zu mal einen Sprühnebel aus der Flasche goutiert sie gnädig mit lange anhaltender Blütenpracht. Ansonsten ist vom Frühjahr bis zum Spätherbst dafür zu sorgen, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt. Gegossen wird selbstverständlich mit lauwarmem Wasser. Zum Standardmenue der Medinilla gehört von Austriebsbeginn im Frühjahr bis September eine wöchentliche Düngegabe. Im Winter zieht sich Medinilla am liebsten für mindestens acht Wochen bei Temperaturen von 12-15°C zurück, um Kraft zu tanken. Dann ist auf jeden Fall Ruhe erwünscht und die Erde darf ruhig mal an der Oberfläche abtrocknen. Übrigens wer Medinillas Charme erliegt, wird freiwillig alles dafür tun, die Schönheit Jahr für Jahr wieder zur Blüte zu bringen. BBH

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22. Juli 2009 in Haus Garten

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