Von Weihnachtsgurken und Christbaumkugeln

weihnachtsdekoration Foto: Blumenbüro Holland. – Eine schräge Weihnachtsdekoration, die auffällt.

Vor dem 19. Jahrhundert wurden die Weihnachtsbäume meist mit Äpfeln, Nüssen, Gebäck und Zuckerzeug geschmückt. Die erste gläserne Christbaumkugel, wie wir sie heute kennen, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in einem kleinen Ort namens Lauscha im Thüringer Wald an einen Weihnachtsbaum gehängt und trat von dort ihren Siegeszug rund um die Welt an. Einer Legende nach erfand ein armer Glasbläser, der seinen Weihnachtsbaum nicht mit echten Äpfeln und Nüssen schmücken konnte, den gläsernen Christbaumschmuck in seiner Not.

Zwischen 1870 und 1939 wurden ca. 5000 verschiedene Formen in Lauscha hergestellt. Darunter war auch – und jetzt haltet euch fest – die sogenannte "Weihnachtsgurke", die bis heute als beliebter Weihnachtsschmuck in den USA gilt. Die Amerikaner glauben, es sei ein deutscher Brauch, eine Gewürzgurke im Baum zu verstecken. Derjenige, der die Gurke zuerst entdeckte, so die Mär, bekäme ein Extrageschenk und dürfe mit dem Auspacken beginnen.

Was für ein himmlischer Blödsinn. Also sucht bitte nicht nach der Gurke im Baum! Besorgt euch lieber beim vorweihnachtlichen Herumgurken Vogelsand, ein paar Glas-Piepmätze oder anderen Deko-Firlefanz sowie Christbaumkugeln in krachenden Farben und verschiedenen Größen. Die sind nicht teuer und eignen sich hervorragend als Minivasen, wenn ihr die Aufhängevorrichtung vorsichtig entfernt und die Kugeln mit Wasser füllt. Setzt sie in den Vogelsand und füllt sie mit Blumen. Dazwischen ein paar Piepmätze, Engel oder Weihnachtsmänner und fertig ist die Weihnachtsdeko. Und was die Gurke betrifft, die bleibt auch dieses Jahr im Glas. BBH

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