Einfamilienhaus mit positiver Energiebilanz

Einfamilienhaus mit positiver Energiebilanz

Energie-Plus-Haus. Mit rund 160 Quadratmetern Wohnfläche, Keller, zwei Stellplätzen, großzügigem Garten, Terrasse und Dachterrasse eignet sich das lichtdurchflutete und moderne Haus ideal für eine Familie.  foto: Buderus Immobilien

In Wetzlar ist ein Einfamilienhaus als  Energie-Plus-Haus fertiggestellt worden, das über das Jahr mehr Primärenergie bereitstellt als seine Bewohner benötigen. Errichtet wurde das Energie-Plus-Haus von Buderus, einem Projektteam von Bosch Thermotechnik, der Buderus Immobilien GmbH (BIG) und Schwörer Haus.

“Wir wollen zeigen, dass ein solches Projekt mit heute bereits verfügbarer Technik beim Bau von üblichen Einfamilienhäusern möglich ist”, sagte BIG-Geschäftsführer Jörg Schneider. Drei Voraussetzungen seien dabei zu erfüllen: Zunächst gilt es, den Energieverbrauch durch eine optimierte Gebäudehülle und die Nutzung von
Restenergieströmen gering zu halten. Der verbleibende Energiebedarf wird effizient gedeckt. Zudem muss das Gebäude selbst so viel Strom wie möglich erzeugen.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, haben die Projektpartner das Energie-Plus-Haus mit modernen Komponenten ausgestattet: Eingesetzt werden solaraktive Niedertemperatur-Kollektoren an der Fassade, eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und eine Elektro-Wärmepumpe mit einer Leistung von bis zu 9 kW. Moderne, verbrauchsarme Hausgeräte der Energieeffizienzklasse A++ von Bosch runden die Ausstattung ab. Dank dieser Maßnahmen sinkt der Primärenergiebedarf für Heizen und Warmwasser des Gebäudes mit 160 Quadratmetern Wohnfläche gegenüber dem Referenzgebäude laut  Energieeinsparverordnung von 91 auf unter 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

Die auf dem Dach angebrachten Photovoltaik-Module mit einer Leistung von 10,8 Kilowatt Peak erzeugen so viel Strom, dass sich auf das Jahr gerechnet eine positive Energiebilanz ergibt: Dem erwarteten Energiebedarf von 7 550 Kilowattstunden pro Jahr für Hausgeräte, Trinkwassererwärmung, Klimatisierung und Heizung steht eine erwartete Stromerzeugung von 9 100 Kilowattstunden pro Jahr gegenüber. Dies deckt auch den Energiebedarf von vier eBikes, die den Mietern zur Verfügung stehen.  Für das Projektteam ist dieses Baukonzept  zukunftweisend: “Wir sind davon überzeugt, dass sich das Energie-Plus-Haus auf längere Sicht zum Standard entwickeln wird”, sagte Luc Geerinck, Leiter Marketing Buderus Deutschland.

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1 Kommentar

  1. Tina Müller - 26. Januar 2012 um 14:05

    Wow, das ist ja total cool.

    Ich musste mich gestern so ärgern. Ich muss jetzt für meine 75 quadratmeter Wohnung 15 Euro mehr Heizkosten im Monat zahlen. Ganz schön viel, so auf einen Schlag.

    Wenn ich mir ein Haus kaufe, dann auf alle Fälle so eins!

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