Barbarazweig

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Der Kirschbaum hats drauf – Die Kirsche in der früheren Volksmedizin und mehr

Der Kirschbaum hats drauf – Die Kirsche in der früheren Volksmedizin und mehr

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Foto: Roloff/IdGS. – Ab September färben sich die Blätter der Vogel-Kirsch prächtig gelb, orange und rot.

Die Geheimnisse des wunderbaren Kirschbaums

„Kirsen machen gut geblüt / bringen Lust zur Speisen / zertheilen Phlegmata / zähen Schleim / und treiben den Stein / erweichen auch / wann sie frisch seint den Bauch (…) Gedörrte oder gebackene Kirsen stopffen den Bauch. Etliche distillieren auß den wilden schwarzen Kirsen en Wasser das soll denen dienen so die Sprach verlegen ist / Den bösen Weibern were das holtz am besten. Plinius schreibet / so jemand morgens früh / dieweil noch der Taw auf den Kirsen ligt / dieselbigen sampt den Kernen ganz hinab schlucket machen sie vil Stulgang. (…) Kirßkernen (…) tödten die Würm im Leib.“
Dies und noch viel mehr hat Hieronymus Bock 1539 in seinem „Kreuterbuch“ zusammengetragen. Nun mußt du nur noch überlegen, woran du leidest – an bösen Weibern, an Verstopfung oder dem Gegenteil, an Magersucht, an Nierensteinen – oder ob du einfach nur gesprächiger werden willst … Kirschwasser, gerade wenn es aus wilden Vogel-Kirschen gebrannt ist, ist aber sicherlich eine wirkliche Spezialität – und dank Hieronymus Bock gibt es nun auch für dessen Genuss eine medizinische Indikation…

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