Baum des Jahres 2009
Ansicht wechselnBerg-Ahorn, Baum des Jahres 2009
Foto: IDgS/Conrad. – Der Berg-Ahorn wird wegen seines Schattenspiels außerordentlich geschätzt.
Viele Baumarten werden in der Mythologie mit Härte verbunden, viele mit Weisheit und anderen Eigenschaften. Beim Baum des Jahres 2009, dem Berg-Ahorn, ist dies etwas anders. Sein Farbenspiel und die Tatsache, dass er trotz seiner dichten Krone locker und luftig wirkt, lassen ihn vermutlich nicht ernsthaft genug erscheinen und haben ihn deshalb von weisen Sprüchen weitgehend verschont. „Es wird dieser Baum in Ehren gehalten wegen seines lustigen Schattens" schreibt Jakob Theodor – nach seinem Geburtsort Bergzabern „Tabernaemontanus" genannt, in seinem „New Kreuterbuch" 1588 – den Bergahorn als Baum, der depressive Menschen trösten könne.
Die Kelten sahen im Ahorn ein Zeichen für die Ganzheit, wobei das weiße Holz für eine besondere innere Reinheit spräche. Das fünffingerige Blatt verweise dabei auf die Verbindung von Mensch und Baum. In der griechischen Mythologie steht der Baum hingegen nicht für die heiteren Seiten des Lebens: Man weihte ihn Ares, dem Gott der Verwicklung und des Krieges. Auch soll das trojanische Pferd aus Ahornholz gezimmert worden sein.
Berg-Ahorn, Baum des Jahres 2009
Foto: Anja Wolf/IDgS. – Ein Würfelbecher, gedrechselt aus dem Holz des Berg-Ahorns.
Berg-Ahorn-Holz ist bei Musikinstrumenten-Herstellern hoch beliebt. Viele Blasinstrumente, zum Beispiel Blockflöte und Fagott, sowie der Körper der Mundharmonika, aber auch Zupfinstrumente wie Gitarren werden aus Berg-Ahorn-Holz hergestellt. Noch berühmter sind aber vermutlich die Streichinstrumente: Geigenbauer wie Guarneri (1698 bis 1744) und Stradivari (1644 bis 1737) sowie mehrere Generationen der Familie Amatis haben Instrumente geschaffen, die heute auf Auktionen für Millionen Dollar den Besitzer wechseln. Während für die Decke von Streichinstrumenten üblicherweise Fichte genutzt wird, ist Berg-Ahorn das Holz für den Boden, die Seiten, die Zargen, den Hals und den Steg. Hierbei wird ausschließlich feinringiges, für die Böden speziell „geriegeltes“ Holz verwendet, das einen welligen Faserverlauf aufweist.
Berg-Ahorn, Baum des Jahres 2009

Foto: IdgS/Michael Brunner. – Ein alter Berg-Ahorn in den Schweizer Alpen.
Berg-Ahorn, Baum des Jahres 2009
Baum des Jahres 2009 ist der Bergahorn, der so heißt, weil er kühle, feuchte Höhen besonders gern mag. Oberhalb von etwa 800 Metern Meereshöhe wird er sogar immer konkurrenzstärker gegenüber den anderen Laub- und zum Teil auch Nadelbäumen. Doch dessen ungeachtet kommt er selbst im norddeutschen Tiefland vor – die Nordgrenze seines natürlichen Verbreitungsgebietes ist noch nicht eindeutig bestimmt. Ausgehend von Pflanzungen hat er sich inzwischen sogar in Südskandinavien und Schottland verbreitet. Solange eine Mindest-Feuchtigkeit vorhanden ist, gedeiht er auch bei weniger gut nährstoffversorgten Böden, sogar auf Geröllhalden. Ebenso ist Lichtmangel kein wirklich begrenzender Faktor; der Berg-Ahorn ist gerade in seiner Jugend überaus schattentolerant, fast wie die Buche…


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Guten Tag. Vielen Dank für den Tipp. Die Geräte gleich an Ort und Stelle a…
Ich finde zwar klassische Fachwerthäuser schöner, als dieses moderne Glasha…
Die Pflanze auf dem Bild habe ich auch. Die ist wirklich super. Ich vergess…
Wow, das ist ja total cool. Ich musste mich gestern so ärgern. Ich muss …
so lecker das bild, man könnte glatt reinbeißen! ich habe meinen garten 201…