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Neue Wege in der Friedhofsgestaltung

Neue Wege in der Friedhofsgestaltung

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Foto: CMA. – Auf dem Karlsruher Friedhof gibt es neue Bestattungsformen: individuelle Grabstätten mit schlanken Granitsäulen als Gedenkstein, die in eine parkähnlichen Umgebung eingebettet sind.

Neue Wege in der Friedhofsgestaltung

Nach Jahrzehnten mit fest gefügten, traditionellen Beerdigungsformen auf deutschen Friedhöfen haben sich inzwischen verschiedene alternative Formen etabliert. So kamen in den letzten Jahren neben Urnenmauern mehr und mehr auch anonyme Bestattungen in Rasenflächen und Aschestreufeldern als billige, praktische und pflegeleichte Lösung auf. Inzwischen aber zeigt sich, dass diese Bestattungsformen den Bedürfnissen vieler Hinterbliebener nicht gerecht werden. Das Wissen, die geliebte Person auch nach ihrem Ableben in einer individuell gestalteten und saisonal bepflanzten Umgebung besuchen zu können, erleichtert die Trauerarbeit. Das Grab auf einem Friedhof als Ort zum Innehalten und Gedenken, umgeben von …

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Tulpenblüte auf dem Gönninger Friedhof

Tulpenblüte auf dem Gönninger Friedhof

friedhof5Foto: IZB. – Blühende Erinnerung an eine Zeit, als man sich in Gönningen auf den Handel mit Sämereien und Blumenzwiebeln spezialisert hatte – der mit Tulpen- und anderen Blumenzwiebeln bepflanzte Friedhof in Gönningen.

Tulpenblüte auf dem Gönninger Friedhof

Gönningen liegt am Fuße der Schwäbischen Alb unweit von Reutlingen, inmitten einer touristisch reizvollen Landschaft, die mit ihren Höhlen, Bergen, Wiesen und Wäldern zum Spazierengehen und Wandern einlädt. Der Ort hat heute etwa 3000 Einwohner. Dem Reisefieber und Handelsgeist der Gönninger ist es zu verdanken, dass man sich im 19. Jahrhundert auf Sämereien und Blumenzwiebeln spezialisierte. In seiner Blütezeit gab es in Gönningen 244 Samenhändler, darunter viele Frauen, die auf den neu geschaffenen Eisenbahnnetzen unterwegs waren, um ihre Waren auch fern der Heimat an den Haustüren zu verkaufen. Ihre Handelsfreiheit erkämpften sich die Gönninger 1890 mit der Lex Gönningen im Reichstag, die erlaubte, dass die schwäbischen Samenhändler weiterhin mit Sämereien und Blumenzwiebeln auf Reisen gehen durften…

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Mit Zwiebelblumen ganz schnell: Der Frühling auf dem Friedhof

Mit Zwiebelblumen ganz schnell: Der Frühling auf dem Friedhof

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Foto: IZB. – Der Frühling im Handumdrehen: Auf dem Friedhof sorgen vorgetriebene Blumenzwiebeln ganz schnell für Farbe. (Narcissus ‘Tête-à-Tête’)

Mit Zwiebelblumen ganz schnell: Der Frühling auf dem Friedhof

Friedhöfe sind Stätten der Erinnerung und gleichzeitig auch Inseln der Ruhe, oft sogar mitten in der Stadt. Mancher Friedhof hat mit seinem alten Baumbestand fast Parkcharakter und lädt zu Spaziergängen im Grünen ein. Während in einigen Ländern nur Steinplatten an die Verstorbenen erinnern und auf den Gräbern keine Blumen gepflanzt werden, sind Gräber in Deutschland individuell gestaltete Minigärten und oft liebevoll bepflanzt…

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Mit Blumenzwiebeln an den Frühling denken

Mit Blumenzwiebeln an den Frühling denken

1341gFoto: CMA. – Der Preis kommt in die Erde: Am Tag des Friedhofs 2007 wurden die Narzissenzwiebeln unter Beteiligung der Besucher auf dem Stuttgarter Pragfriedhof gepflanzt.

Natur erleben auf dem Friedhof:
Mit Blumenzwiebeln an den Frühling denken

Noch liegen sie gut geschützt in der winterlichen Erde und harren auf ihr blütenreiches Erwachen zu Beginn des Frühlings: 15.000 Narzissenzwiebeln, die auf Friedhöfen in Lübeck, Stuttgart und Dortmund im Zusammenhang mit dem Tag des Friedhofs 2007 unter aktiver Beteiligung der Öffentlichkeit gepflanzt wurden. Ziel des seit 2001 bundesweit am dritten Septemberwochenende stattfindenden Tag des Friedhofs ist es, der Öffentlichkeit die Vielfalt der deutschen Friedhofskultur zu zeigen. Friedhöfe sind heutzutage mehr als nur Begräbnisstätten: Ein historisch gewachsener Friedhof ist …

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